Geheimnis der Taufe

Das Geheimnis der Taufe

Die ist eine dem Sünder geschenkte Gnade, die uns von der Sünde reinigt und uns eine neue Zukunft eröffnet. Sie ist ein Bad, das reinigt und wiederbelebt. Sie ist ein Licht, das unseren Weg hell macht und ihm seinen ganzen Sinn gibt. Sie ist ein Gewand der Kraft und Vollkommenheit. Die Taufe ist das Zeichen dafür, dass Gott auf unserem Weg bei uns ist, dass er unser Leben schöner macht und unsere Geschichte in eine heilige Geschichte umwandelt. „

Papst Johannes Paul II

 

Unser Kind wird getauft!

EIN KIND ist auf die Welt gekommen oder wird bald geboren. Welche Freude für Sie und Ihre Familie! Sie haben sich seinen Vornamen ausgesucht und gemeinsam entschieden, dass Ihr Kind getauft werden soll. Vielleicht ist der Tag X schon vereinbart. Zunächst werden Sie jedoch bei einem Gespräch mit dem Priester oder einem Mitglied des Vorbereitungsteams gebeten, Ihre Beweggründe darzulegen. Sind Sie jetzt überrascht? Warum möchten Sie Ihr Kind taufen lassen? Weil es in Ihrer Familie Tradition hat? Um vielleicht einer Großmutter zu gefallen? Damit Ihr Kind eine Religion hat? Sicher, all diese Gründe sind gut und respektabel, aber es sind nicht die wesentlichen! Mit der Taufe wird Ihr Kind in die „Familie Gottes“ aufgenommen. Er gehört dann zu Christus, dem er anvertraut ist. Er bekommt von klein auf die Liebe des Herrn. Das ist wesentlich!

 

Die Wahl lassen?

VIELE ELTERN lassen ihr Kind nicht taufen, weil sie, wie sie sagen, „ihm später die Wahl lassen möchten!-Sie möchten ihm keine Religion „aufdrängen“ . Das ist schade, denn ermöglicht der, der sein Kind bereits in den ersten Lebensjahren im Glauben erzieht, ihm später bei der Kommunion und der Firmung nicht eine sehr viel persönlichere Wahl? Wer sein Kind taufen lassen möchte, erklärt sich ja zudem bereit, ihm die Botschaft Jesu zu vermitteln. Die Taufe ist keine Fessel für das Leben. Im Gegenteil: Mit der Taufe gibt man dem Kind die Möglichkeit, sich frei entfalten zu können.

 

Gott liebt die Kinder

DIE TAUFE VON Kindern reicht bis zu den Anfängen der Kirche zurück, und sie verbreitete sich im Laufe der Jahrhunderte. Im Evangelium sagt Jesus, dass Gott die Kinder liebt, auch wenn sie ihn nicht kennen. „Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt 19,14) Mit der Taufe ihres Kindes entscheiden die Eltern, es einer großen und tiefen Liebe anzuvertrauen, die viel größer als ihre eigene ist – der Liebe Gottes.

 

 

 

Eine Aufgabe

MIT DER TAUFE erklären die Eltern ihre Bereitschaft, ihr Kind christlich zu erziehen. Das heißt, dass es im Glauben an Christus aufwachsen kann. Dazu gehört, dass sie mit ihrem Kind über Jesus sprechen, dass sie mit ihm regelmäßig in die Kirche gehen und ihm den Empfang anderer Sakramente ermöglichen. Diese Aufgabe macht manchen Eltern Angst. Dafür gibt es aber keinen Grund. Sie sind mit dieser Aufgabe nicht allein, Unterstützung gibt es von vielen Seiten: dem Taufpaten oder der Taufpatin, den Großeltern, der Pfarrgemeinde.... Viele Eltern, die dem Glauben fernstehen, sind froh, wenn sie gemeinsam mit ihrem Kind den Glauben erneuern können und vergessene Rituale und Gebete wiederentdecken. Und schließlich gibt es noch jene Eltern, die selbst nicht getauft sind, aber plötzlich den Wunsch verspüren, durch das Sakrament der Taufe in die christliche Gemeinschaft aufgenommen zu werden.

 

Vor der Tauffeier

IN GESPRÄCHEN mit dem Priester werden die Zeichen der Taufe erklärt: Kreuzzeichen, Handauflegen, Wasser, Licht, die Salbung mit Chrisam, das weiße Taufkleid..... Darüber hinaus wird der Priester oder Diakon die Eltern mit den Taufpaten bitten, eine Bibelstelle für die Lesung, Lieder und Fürbitte auszuwählen. Oft beschießt ein Marienlied die Tauffeier.

 

Und jetzt?

VIELE ELTERN legen großen Wert darauf, ihren Glauben zu leben, andere hingegen haben Schwierigkeiten, über Gott zu sprechen. In den Pfarrgemeinden gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Familien mit Kindern, den Glauben zu entdecken, zum Beispiel in Kindergottesdiensten oder bei Kinderbibeltagen. Dabei geht es nicht darum, schwierige Dinge über Gott zu ler-nen, sondern sich der Liebe anderer zu öffnen und schließlich der Liebe Gottes.

 

„Alles, was beginnt, hat eine Tugend, die sich nie mehr wiederfindet“

Charles Peguy

 

 

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