Wie liest man Evangelien

 

Wie liest man  die Evangelien?

                                       

                            

„Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes!“

 

 

Das Herz des Christlichen Lebens

 

DAS WORT „EVANGELIUM“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Gute Nachricht“ oder auch „frohe Botschaft“. Es umfasst die Botschaft, die Jesus verkündete, und die von jenen überliefert wurde, die ihn kannten und ihm nahe standen. In seiner Liebe hat Gott seinen Sohn gesandt, um die Menschen vom Tod und der Sünde zu erlösen. Mit ihren bewegenden Zeugnissen über Jesu Leben, seine Verurteilung zum Tode und seine Auferstehung nähren diese vier einfachen und kurzen Texte seit jeher den christlichen Glauben. Sie offenbaren jenen Jesus, der vor 2000 Jahren das Leben all jener, die ihm in Palästina begegneten, völlig auf den Kopf stellte. Die Evangelien bilden das Fundament des Neuen Testamente, des zweite großen Teils der christlichen Bibel. Sie erfordern keine Vorkenntnisse, und jeder, der mehr über Jesus wissen möchte, kann sich hier vertiefen. Es bedarf nur einiger Schlüssel, um die wichtigsten Schätze darin zu entdecken.

 

Warum die  Evangelien?

 

Nach Jesu Auferstehung entstanden erst in Palästina, dann auch schnell rund um das Mittelmeer, die ersten christlichen Gemeinden. Von Gemeinde zu Gemeinde wurde die Lehre von Christus überliefert. Aber erst mit dem Tod der Augenzeugen und dem Beginn der Christenverfolgungen kam die Idee auf, die „Frohe Botschaft“ niederzuschreiben. Vier Evangelien sind von der Kirche als historisch belegt und in Übereinstimmung mit dem christlichen Glauben anerkannt: die Evangelien von Markus, Matthäus, Lukas und Johannes. Jedes Evangelium hat seinen eigenen Stil und seine eigene Geschichte.

 

Wer sind die Evangelisten?

 

Matthäus  war Steuereintreiber und wurde wie Johannes Apostel und Jünger von Jesus. Markus kannte Jesus zwar nicht, aber er schrieb die Erinnerungen Petri auf. Lukas, ein Gefährte des Apostels Paulus, war Arzt in Antiochien: Er verfasste nicht nur ein Evangelium, sondern auch die Apostelgeschichte, in der die Anfänge der Christen nach der Auferstehung erzählt werden. Man weiß nicht genau, ob die Texte von den Evangelisten selbst verfasst wurden, aber das Evangelium beruht auf den Berichten von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Und darauf kommt es an.

 

Ursprung der Evangelien

 

Das Markus-Evangelium ist das älteste: Es wurde um das Jahr 60 in Rom für konvertierte Heiden geschrieben. Matthäus und Lukas ließen sich in den 80 bis 90 von derselben Quelle wie Markus inspirieren. Das ermöglicht eine Gegenüberstellung dieser drei Evangelien, daher nennt man sie auch synoptische Evangelien. Matthäus wandte sich an die Christen jüdischen Ursprungs und bestand auf der Anerkennung von Jesus als Messias, der von den Juden erwartet wird. Lukas schrieb für Christen unterschiedlicher Herkunft und entwickelte die universelle Dimension der Botschaft Jesu. Das Evangelium, das Johannes zugeschrieben wird – verfasst von den Jünger des Apostels am Ende des ersten Jahrhunderts – offenbart Jesus als „wahren Mensch und wahren Gott“.

 

Wovon handeln die Evangelien?

 

DIE VIER EVANGELIEN erzählen vom Leben Jesu von Nazareth, von seiner Geburt bis zur Auferstehung nach seinem Tod am Kreuz. Es sind keine Reportagen, sondern Glaubenszeugnisse. Sie haben nicht den Anspruch, alles über Jesus, den Sohn Gottes zu sagen, aber sie vermitteln, wie der auferstandene Christus jene, die ihm begegneten, veränderte

 

Was nützen die Evangelien?

IN DEN EVANGELIEN begegnet man Jesus und wird mit seinem Wort vertraut. Diese Vertrautheit verwandelt, befreit, treibt an und öffnet Wege für ein spirituelles Leben. Je mehr man in den Evangelien liest und für das Wort Gottes empfänglich wird, umso stärker wird der Wunsch, durch sein eigenes Leben auf den Ruf Gottes zu antworten.

 

„Jesus hat uns Eines gesagt,

das genügt, um sein ganzes Leben danach auszurichten:

Gott ist die Liebe!“

Theodor Monod

 

 

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